Carina Nekolny – Text, Sprache, Herbert Lacina – Musik, Stephanie Tietz – Tanz, Wolfgang Dokulil – Bildende Kunst und Konzept.
Orakel sind Sprechstätten, Weissagungen. Hölzchen oder Knochen werden geworfen, Vogelflug oder Eingeweide werden betrachtet, in Trance versetzt. Die Lösung der Sprüche obliegt den Fragenden.
So ähnlich wie das Ritual der Antike wird auch die Orakelbefragung in dieser Performance zelebriert:
Der Raum, die Sprechstätte ist apriori Bestandteil der Kommunikation.
Das Publikum richtet eine Frage an das Orakel.
Das Orakel spricht in freier Improvisation.
Das Publikum deutet die Antwort.
Die Fragen des Publikums an das Orakel waren: – Wird das nächste Jahr besser in jeder Hinsicht? – Wird Wien in diesem Jahr noch leer werden von Menschen und frei für Pflanzen und Hunde? -Wird am Montag ein Lockdown für Österreich kommen? – Was und warum soll ich auswählen?
Yoram Rosilio (Kontrabass), Elena Waclawiczek (Tanz, Performance)
Die Performance von Yoram Rosilio und Elena Waclawiczek fußt auf einem nun fast drei Jahre andauernden Research. Yoram spielt Kontrabass mit unterschiedlichen Gegenständen und Materialien, Elena Waclawiczek arbeitet mit Bewegung, Körper, Tanz und Performance. Durch ihre beiden unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksweisen, treten sie miteinander in einen vielschichtigen Dialog. Trotz ihrer Verschiedenheit überschneiden sich ihre beiden Medien immer wieder, bedingen sich gegenseitig: Bewegung erzeugt Sound, Sound erzeugt Bewegung. In ihrer gemeinsamen Arbeit geht es um Dialog, Übersetzung, Konfrontation zweier verschiedener künstlerischer Sprachen, die aber gemeinsam einen ganz eigenen (auch visuellen) Klang entwickeln können.
Yoram Rosilio is a bassist, percussionist, composer, leader, producer and organiser.
He stands as a leader and composer in the International Big Band “Anti RubBer brAiN FActOrY” (arbf) and in the band Tikkun.
His main artistic concerns are around : Improvisation, Composition, Interdisciplinnarity, modified states of consciousness, relationship to traditions & modernity, Magic, spirituality and rituals.
Since 2017, he is one of the Co-founders and Artistic Director of the Network S.H.A.R.E : European network for creative music and improvised arts. Responsible of a declined festival, the SPIME, taking place in Paris every year.
Since 2016, he is the Co-founder and co-artistic director of the phonographic label LFDS Records, creative Music, based in Paris and of the Artistic Collective Le Fondeur de Son.
Since 2015, he has been a resident at Anis Gras – Le lieu de l’Autre – Arcueil – Place of artistic creation within which he bases a large part of his activities.
From 2015 to 2019, he co-directed several shows on Radio Libertaire (89.4FM – Paris) to broadcast and publicize a maximum of underground, traditional, improvised music, Free Jazz … Blues en Liberté and Tumultum Hominum.
Finally, Yoram Rosilio take part of „the Bridge“, musical creation project between Chicago and Paris, bringing together nearly 140 musicians among the most representative of the both Free Jazz scenes.
Elena Waclawiczek ist eine in Wien und Paris lebende bildende Künstlerin, Performancekünstlerin und Choreographin. Charakteristisch für ihre Arbeit ist der subtile, spielerische und zugleich radikale Umgang mit dem menschlichen Körper. In Beziehung und Konfrontation mit Raum, Umwelt, Materialien und Objekten, wird der menschliche Körper sowohl in seiner Dimension als empfindsames, wie Handlungsfähiges Subjekt, wie als Material und Objekt untersucht und in Relation gesetzt. Zentral in ihrer Arbeit ist die Improvisation als Methode und Gegenstand künstlerischer Forschung.
2021 Gründung des Künstler_innenkollektivs LiSi*A –Liberating Structures for Improvised Art, Wien, Salzburg
Seit 2018 als Tänzerin und Performerin auf Veranstaltungen und Festivals in: Paris/ Frankreich, Portugal, Österreich…
beginn der gemeinsamen Arbeit mit Yoram Rosilio
Gründung des Quartetts PUNK PUPPET RITUAL
2017 Mag.Art Abschluss an der Universität für Angewandte Kunst, Wien
2012 Studium an der Aalto University for Art and Design, Helsinki/Finnland
Seit 2008 Austellungen, Ausstellungsbeteiligungen, Veranstaltungen und Workshops als bildende Künstlerin, Performancekünstlerin, Tänzerin und Choreographin.
Artist in Residence: Tanz*Hotel, Wien; ANIS GRAS, Arcueil/Frankreich; Koli Ryynänen/Finnland
Mara Kolibri – Stimme, Konzept, Performance; Alexander Gheorghiu – Geige; Sabine Sonnenschein – Tanz; Marie-Theres Gallnbrunner – bildende Künstlerin
Schwarzer Raum ist weiblich, dunkel, Chaos: aus dem entsteht irgendwie alles
Mara Kolibri…ist Improvisatorin, Jazzsängerin, Pädagogin. Seit dem Kindergarten musikalisch, tänzerisch aktiv (in diversen Chören, Singgruppe, Volkstanzen, Schuhplatteln) folgte sie ihrer Liebe zur Musik und zu Menschen unterschiedlicher Kulturen und studierte nach dem Lehramt für Musik und Mathematik (Pädak Linz mit Auszeichnung) Musikwissenschaften (Uni Wien mit Auszeichnung), Europäische Ethnologie und Jazzgesang (VMI Wien für künstlerisches Diplom mit Auszeichnung und IGP mit sehr gutem Erfolg). Sie machte Reisen nach Südindien, Feldforschung in Madagaskar, ein Erasmusjahr an der Université Rabelais de Tours (F) und ist seit 10 Jahren als selbständige Musikerin/Komponistin und Gesangspädagogin in Wien tätig. Ihr Fokus liegt auf Jazz (eigene Kompositionen im Bereich moderner Jazz) und freier Improvisation. Sie ist Gründerin und Leiterin mehrerer Projekte (www.marakolibri.at), stehts auf der Suche nach Neuem, um dem Ruf ihrer Stimme folgend, neue Ausdrucksformen auf ihrem Instrument Stimme zu finden. Publikation: „Keep your cool. Künstlerportrait Rebekka Bakken“, CD: „Quärfekt“, „spontaneous songs“
Sabine Sonnenschein (AT) ist
Tänzerin & Choreografin seit 1992
sowie Tanzpädagogin, Tantra-Lehrerin, klinische Sexologin.
Sie hat zeitgenössischen Tanz studiert und als freischaffende Choreografin und Tanzperformerin – bisher 39 – künstlerische Arbeiten in Europa und New York City u.a. bei zahlreichen Festivals gezeigt.
Marie-Therese Gallnbrunner…Ist phronetische® Kunsttherapeutin (Wiener Schule für Kunsttherapie) mit klinischer Erfahrung und Mitglied des ÖBKT, Künstlerin (Akademie der bildenden Künste, Wien; Akademie der schönen Künste, Krakau) und Yogalehrerin (Yogaakademie Ananya RYS 500+). Die Phronetik® ist eine ganzheitliche Methode, die tiefenpsychologische, systemische und energetische Elemente verknüpft, um die Selbstheilungskräfte eines Menschen zu aktivieren. (https://kunsttherapie.dascollectiv.com)
Alexander Gheorghiu
Eintritt frei. Wir bitten um Spenden: Erste Bank: Verein KunstbeTrieb AT61 2011 1293 2935 1201